Geomantie



Geomantie


Als Geomantie bezeichnet man die alte Kunst und Wissenschaft, die Identität eines Ortes zu Erfassen, auf der Grundlage von Naturbeobachtung, Gestaltinterpretation, dem Anwenden von Analogiesystemen, dem Erspüren des Unsichtbaren und geistiger Schau. Sie ist ein ganzheitliches Erfahrungsgebiet. Die qualitativen Strukturen des Raumes und Phänomene seiner Beseeltheit werden hier erfasst und bei den praktischen Gestaltungsarten, wie Raumgestaltung, Architektur, Stadtplanung oder Kunst in der Weise angewendet, dass der Mensch und seine Kultur mit der ihn umgebenden Natur und ihr innewohnenden geistigen Kräfte eine harmonische Beziehung bildet.

Orte, bzw. Raum an sich sind, vom Grundgedanke der Geomantie her, nicht homogen und gleichartig. Die bestehenden Raumqualitäten geben vor, was an einem Ort gut gelingt, was dort Bestand hat, welche Atmosphären sich ausbilden oder welche Nutzung hier geeignet ist. Dieses Wesentliche eines Standortes wird erfasst und mit einer stimmigen Gestaltungs- entwicklung umgesetzt. Solch ein Ansatz von authentischer Gestaltung umfasst den guten Umgang mit dem Ort und auch die Qualitäten der Nutzer, z.B. einzelne Menschen, Kommunen, Städte und Unternehmen. Die verschiedensten Ebenen eines Lebensraumes werden optimal miteinander verbunden. Eine Vielzahl von Wirkungsebenen zeichnen einen Ort aus, z.B. die materiellen Bestandteile, energetisch- atmosphärische Bereiche bis hin zu Bewusstseinsräumen, die die Menschen beeinflussen. Die verschiedenen Realitätsebenen werden durch unterschiedliche geomantische Arbeitsweisen auf ihre Wirkung vor Ort untersucht, und können so optimal und nachvollziehbar dargestellt werden.